Nachdem man letztes Wochenende im Heimspiel gegen Forstenried einen echten Arbeitssieg nach Verlängerung verbuchen konnte, blieb man am 2. Spieltag doch stark unter seinen Möglichkeiten gegen die körperlich überlegenen Gerestrieder Hausherren und verlor verdient mit 42:93.
Die ersten 2 Minuten begannen ausgeglichen (4:3). Chris Kauk nutzte einen seiner zwei Freiwürfe und Filip Milutinovic zeigte eine starke Bewegung unter dem Korb, die man die restliche Zeit des Spiels dann leider nur noch sehr, sehr selten zu sehen bekam!
Chaotischer Schiedsrichter
Die nächsten 3 Minuten sollten sich als richtungsweisend herausstellen. Ein ungestümes Foul der Gäste, zwei verwertete Freiwürfe, ein chaotischer Gegenangriff der jungen Milben und ein von den Schiedsrichtern nicht geahndetes, wirklich offensichtliches Rückspiel der Heimmannschaft. Als Trainer Florian Karl und Co- Trainer Yasin Mahboub ihre Zweifel an dieser Entscheidung äußerten kam es zu einer kuriosen Aktion des Schiedsrichters J. Kahlert, er unterbrach das Spiel, rannte zu seiner Tasche am Kampfgericht und kramte einen Zettel hervor, den er stolz den Trainern unter die Nase hielt. Der Zettel zeigte eine Neuerung der Rückspielregel die besagt, dass solange der Ball im Vorfeld bleibt die Füße im Rückfeld stehen dürfen! Dies mag durchaus so sein dachten sich die Mil- Trainer, war aber hier definitiv nicht der Fall gewesen.
Als das Spiel durch den Schiedsrichter wieder angepfiffen wurde nahm das Unglück weiter seinen Lauf. Ein 3-Punkte Wurf ,durch den an diesem Tag nicht zu stoppenden T. Martin, der mit 31 Punkten und drei Dreiern stärkste Werfer des gesamten Spiels werden sollte, leitete einen 13-0 Lauf der Heimmannschaft ein. Man sah von da an das alt bekannte Problem der Milberthofener U18 aufblitzen. Das Team kombinierte zu diesem Zeitpunkt zwar durchaus noch geschickt, es verwertete aber keinen freien Wurf! Gegen die Hünen unter dem Geretsrieder Brett endete manch ein Korbversuch sogar direkt in den Armen der gegnerischen Centers. Mit einem Spielstand von 29-9 ging man in die Viertelpause.
Erstes Mal gegen eine Zone
Bis dato hatte man noch nie gegen eine Zonenverteidigung gespielt, dies sollte sich in den zwei kommenden Vierteln zeigen. Der „Stand-Basketball“ der Milbertshofener Jugendmannschaft trug gegen eine solche Verteidigung, auch wenn sie noch so schlecht gespielt war, keine Früchte mehr. Anweisungen der Trainer die sich zur Halbzeitpause sogar noch rausnahmen mit den Jugendlichen eine Laufwegbesprechung auf dem Feld durchzuführen, führten nur zu größerem Chaos.
Erwähnenswert aus den Vierteln 2 und 3 bleibt lediglich eine weitere Schiedsrichterentscheidung und eine weitere interessante Reaktion auf Fragen seitens der Trainer der MIL baskets. Filip Milutinovic`s Foul unter dem Korb wird als unsportlich von Schiedsrichter J. Kahlert geahndet. Aus Sicht der Trainer war tatsächlich ein Foul passiert, dies war auch von F. Milutinovic begangen worden, allerdings galt es dem Ball und traf versehentlich den Arm des Gefoulten. Auch hier unterbricht der Schiedsrichter die Partie rennt zu unserem Trainer, legte ihm den Arm um den Hals, drückt zu, und ließ dabei verlauten das ein solches Foul (er meinte wohl das würgen, das er an dieser Stelle glaubwürdig demonstrierte) durchaus unsportlich sei.
Im 4. Viertel stellten die Gastgeber nochmal auf eine Mannverteidigung um und es kam noch zu der ein oder anderen schönen Aktion durch unsere MIL baskets. Doch auch dieses Viertel ging mit 12:21 verloren.
Mehr Leistungs- und Kampfbereitschaft
Natürlich sind die Jugendlichen in unserem Team nicht alle im selben Alter wie die Konkurrenten in den gegnerischen Mannschaften. Doch heißt das keineswegs, dass man diese nicht schlagen kann. Man hat es in dieser Liga nicht mit Profis zu tun. Auf diesem Level leben nahezu alle Mannschaften von Kampf und Disziplin. Das bedeutet Grundlagen, die Sachen die man kann, bis zuletzt mit 150% durchzuziehen. Damit sind gemeint: Passwegverteidigung, Laufbereitschaft und BOX-OUT!
Unsere Mannschaft kann mehr! Aber es erfordert mehr Willensstärke, Mut und Einsatzbereitschaft im Spiel und Training!
Für Milbertshofen spielten: Alex Fistas (12), Kostas Fistas (16), Chirs Kauk (1) Cüneyt Cinar (2), Filip Milutinovic (11), Maximilian Liliom, Ceyhun Cinar, Haydar Tükenmez, Philip Tryankowski.